Grundidee
Es werden 4 Nachbarschaftscluster gebildet, die sich um einen zentralen Quartiersplatz gruppieren. Eine großzügige Grünverbindung bindet diesen an die Promenade an der kleinen Isar an. Die kleinteilige Gliederung des Bauvolumens greift die strukturelle Kleinteiligkeit der Umgebung auf. Gleichzeitig wird das neue Quartier als eigenständiges Ensemble im Kontext zur Umgebung herausgestellt. An der Nordostseite wird ein länglicher Grünzug mit Retentionsfläche im Übergang zum Bestand entwickelt.
Bebauung
Offene winkelförmige und lineare Bauformen umschließen Wohnhöfe, die eine überschaubare Nachbarschaft kreieren. Die Bebauung schichtet sich in eine 3-geschossige Basisbebauung auf denen 5-geschossige Punktbauten appliziert werden. In den 3-geschossigen Baukörpern werden die Townhäuser integriert.
Mobilität
Das öffentliche Freiraumgerüst wird gebildet aus dem mittig angelegten Quartiersplatz und den linearen Wege- und Grünverbindungen, die sich in alle Richtungen orthogonal vom Quartiersplatz zu den Quartiersrändern erstrecken. Die Wohnhöfe der Wohncluster erhalten kleine Nachbarschaftsplätze, die den Bewohnern ein geborgenes Umfeld vermitteln.
Retention
Der hohe Anteil an Grünflächen wirkt der heutigen Versiegelung entgegen und schafft eine klimatische Verbesserung. Nach dem Prinzip der Schwammstadt wird Niederschlagswasser in Retentionsdächern und versickerungsfähigen Freiflächen gesammelt und bleibt dem Wasserkreislauf über konzentrierte Versickerung in Bereiche ohne Altlasten, Verdunstung und Zuleitung in die Wurzelbereiche der Vegetation erhalten.
Klima und Baumschutz
Der wertvolle Baumbestand wird erhalten. Eine dichte Bepflanzung mit Bäumen wirkt der Aufheizung im Quartier entgegen und schafft ein angenehmes Mikroklima.
Energie
Die Dachflächen werden zu großen Anteilen mit Photovoltaikflächen bespielt. Ebenso werden Fassaden teilweise, insbesondere an den Quartiersgaragen mit PV-Modulen versehen.
Soziale Aspekte
Die kleinteilige Durchmischung unterschiedlicher Wohnformen sorgt für eine soziale Durchmischung von Menschen mit unterschiedlichen Einkommensgruppen und Lebensstilen. Durch eine barrierefreie Ausbildung der öffentlichen Freibereiche wird einem zentralen Aspekt der Inklusion entsprochen.




